Kreditkartenvergleich (Gebühren beachten)

Kreditkartenvergleich – Diese Gebühren müssen Sie unbedingt beachten

Kreditblatt.de bietet selbst keinen Kreditkartenvergleich an. Bitte nutzen Sie dafür unseren Service unter:

https://www.gebuehrenfreie-kreditkarte.de/kreditkarten/

Im Folgenden möchten wir jedoch einige Empfehlungen aussprechen, die bei der Auswahl der richtigen Kreditkarten zu beachten sind:

Die Jahresgebühr

Vor dem Kreditkartenvergleich sollten Sie darüber entscheiden, ob eine Jahresgebühr für Sie infrage kommt. Eigentlich würde man davon ausgehen, dass bei einer höheren Jahresgebühr gleichzeitig auch die Leistungen der Kreditkarte umfangreicher werden. Das ist in der Praxis leider nicht immer so. Viele Leistungen wie z. B. spezielle Versicherungen sind wenig vorteilhaft oder an komplexe Bedingungen geknüpft.

Heutzutage gibt es zahlreiche Kreditkarten, die dauerhaft beitragsfrei sind. Das bedeutet soviel wie: es fällt keine Jahresgebühr an. Unter dem gern genutzten Schlagwort „kostenlose Kreditkarte“ verbirgt sich nämlich keinesfalls ein gänzlich gebührenfreies Produkt. Es bezieht sicher immer nur auf die Jahresgebühr und nicht auf variable Kosten, die mit der Nutzung der Kreditkarte entstehen können. Hierzu kommen wir jedoch später.


Die Jahresgebühr beträgt bei gängigen Kreditkarten zwischen 0,00 und 99,00 Euro pro Jahr und wird häufig für sogenannte Gold-, Business- oder Platz-Kreditkarten fällig. Gold-Kreditkarten haben häufig ein erweitertes Versicherungspaket und bieten Rabatte oder Cashback auf gewisse Dienstleistungen. Für die meisten Verbraucher lohnen sich diese Kreditkarten jedoch nicht. Achten Sie beim Kreditkartenvergleich daher unbedingt auf die Jahresgebühr und ob die Zusatzleistungen, wenn vorhanden, sie rechtfertigt. Kreditblatt.de empfiehlt eine eigenständige Auslandskrankenversicherung abzuschließen für eine geringe jährliche Gebühr z. B. bei der Allianz Versicherung. Eine Reiserücktrittsversicherung kann auch einzeln abgeschlossen werden, falls sie überhaupt notwendig ist. Egal welche Versicherungen die Kreditkarte mit einschließt, fast immer ist die Bezahlung des Produktes oder der Dienstleistung (Computer, Reise) ausschließlich mit eben der Kreditkarte zwingende Voraussetzung.

Die Fremdwährungsgebühren

Machen wir es an dieser Stelle kurz. Zahlungen und Bargeldverfügungen in der EURO-Zone sind immer und überall nicht mit einer Fremdwährungsgebühr verbunden. Eine Bezahlung im Hotel, Supermarkt oder in einem Online-Shop sind daher gebührenfrei, sofern die Währung der Euro ist. Wenn Sie jedoch in Großbritannien oder in der Schweiz (Pfund bzw. Franken) eine Zahlung tätigen, kann eine Fremdwährungsgebühr anfallen. Diese soll die Umrechnung der Zahlung von einer Währung in die andere vergüten. Meist beträgt sie etwa 2 % vom Umsatz und fällt bei jeder Zahlung erneut an. Viele Angebote verzichten jedoch heutzutage auf diese Fremdwährungsgebühr, so auch viele Anbieter von beitragsfreien Kreditkarten. Wenn Sie häufig auch außerhalb von Europa unterwegs sind, empfehlen wir Ihnen, eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr zu wählen. Es kommen sonst schnelle einige hundert Euro an Gebühren pro Jahr auf Sie zu.

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Sollzinsen bei Ratenzahlungen

Zuerst müssen wir einen Überblick über die verschiedenen Kreditkartentypen erhalten. Die in Deutschland am meisten verbreitete Form der Kreditkarte ist die sogenannte Charge-Card. Diese wird monatlich zu einem festen Zeitpunkt abgerechnet und der offene Saldo wird mit einem Girokonto verrechnet. Der Kunde halt also einen Monat Zeit, Zahlungen mit der Kreditkarte zu tätigen und diese erst deutlich später zu begleichen. Es fallen auch keine Zinsen an, man spricht von einem zinsfreien Kredit für den Zeitraum zwischen Zahlung und Abrechnung.

Die klassische Kreditkarte wie sie in den USA sehr verbreitet ist, ist die Credit-Card. Die Umsätze eines Abrechnungszeitraumes werden gesammelt und dann später in Raten abbezahlt. Es wird quasi alles über einen Ratenkredit gekauft und die Bank verdient gutes Geld mit den Sollzinsen. Diese sind jedoch deutlich höher als bei klassischen Krediten. Auch in Deutschland sind Sollzinsen für Kreditkarten im Bereich von 20% p.a. keine Seltenheit. Es lohnt sich von daher eigentlich nie, eine Ratenzahlung über die Kreditkarte laufen zu lassen. Beantragen Sie lieber einen Dispositionskredit oder einen normalen Ratenkredit. Jedoch zwingend die Anbieter in Deutschland Niemanden zu Ratenzahlungen. Natürlich können Sie auch bei einer klassischen Kreditkarte den vollen Zahlungsbetrag auf einen Schlag bezahlen und keine Sollzinsen zahlen. Die Anbieter gewähren bis zu 7 Wochen lang zinsfreie Kredite, es kommt darauf an, zu welchem Tag im Folgemonat des Abrechnungszeitraumes die Rechnung fällig wird. Beispiel: Der Abrechnungszeitraum ist der Monat Juli vom 01.07. bis zum 31.07. Wird die Rechnung nun am 20.08. fällig, beträgt der zinslose Zahlungszeitraum bis zu 7 Wochen.

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Gebühren am Geldautomaten

Achten Sie beim Kreditkartenvergleich auch auf die Gebühren für Bargeldverfügungen. Es ist sehr praktisch, wenn im Ausland gebührenfreie Abhebungen möglich sind. Mit den meisten EC-Karten (Heute: girocard) ist das nämlich nicht möglich. Zusätzlich werden deutsche EC-Karten auch nicht immer am Automaten akzeptiert, hier ist eine Visa-Card oder Mastercard oft der bessere Begleiter. Heutzutage gibt es viele Angebote mit kostenfreien Bargeldverfügungen auf der ganzen Welt. Auch Fremdwährungsgebühren fallen bei diesen Angeboten oft nicht mehr an. Sie können dann in jeder Währung auf der ganzen Welt kostenfrei Bargeld abheben. Wird bei Ihrer Kreditkarte eine Gebühr berechnet und zusätzlich auch noch eine Fremdwährungsgebühr, so kommen Sie bei jeder Verfügung schnell zu Gebühren von 10 Euro und mehr. Manche Automaten im Ausland berechnen eine eigene Gebühr für die Nutzung des Automaten. Solche Geldautomaten befinden sich häufig in touristischen Regionen. Brechen Sie den Vorgang sofort ab, wenn der Automat eine Gebühr anzeigt (dazu sind die Betreiber gesetzlich verpflichtet).

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Ein kleiner Tipp zum Schluss: Sollte der Automat Ihnen eine fixe Umrechnung in Euro anbieten, lehnen Sie bitte unbedingt ab. Die Wechselkurse sind in der Regel viel schlechter als der Standardkurs der Banken bei automatischer Umrechnung. Wählen Sie daher immer die lokale Währung aus, die Umrechnung macht Ihre Bank automatisch.