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Bitcoin-Kauf mit Kreditkarte verboten

Bitcoin mit Kreditkarte kaufen
Geschrieben von Ruben W.

Um die eigenen Kunden vor Schulden aufgrund von großen Bitcoin-Kursschwankungen zu bewahren, haben mehrere Banken in den USA sowie Großbritannien den Bitcoin-Kauf sowie Erwerb von weiteren Kryptowährungen per Kreditkarte untersagt. Neben US-Großbank JP Morgan Chase, der Citigroup und der Bank of America kündigte nun auch das größte britische Institut Lloyds entsprechende Schritte an. Dies berichten mehrere Quellen. Weitere Banken werden mit großer Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit folgen. Die neue Richtlinie gilt laut den Geldinstituten für alle Privatkunden- und Geschäftskreditkarten. Debitkarten seien aktuell nicht betroffen.

Kundenschutz vor zu hoher Verschuldung durch Verbot

Durch große und anhaltenden Kursschwankungen bei den Kryptowährungen sollen Bankkunden so in Zukunft vor der Anhäufung von hohen Schulden bewahrt werden. Dies gab eine Sprecherin bekannt. Kostete kurz vor Weihnachten ein Bitcoin noch um die 20.000 Dollar, büßte der Kurs an der Börse Bitsmap bis heute satte 7,7 Prozent auf 7553 Dollar ein. Ein immenser Wertverlust innerhalb kürzester Zeit. Diese Schuldenfalle soll nun der Vergangenheit anhören.


Analysten der Kryptoszene führen den drastischen Kursverfall unter anderem auf die zunehmende Regulierung von Bitcoingeschäften rund um die Welt zurück. In der letzten Zeit nahm die Sorge um mögliche Preismanipulationen und einem Werbeverbot für Kryptowährungen auf Facebook sowie virtuelle Börsengänge, die sogenannten ICOs zu. Sollten nun die Käufe von Bitcoins durch ein Verbot von Kreditkarten weiter einbrechen, dürfte das den Druck auf den internationalen Kryptomarkt in Zukunft noch verschärfen.

Handel mit Kryptowährungen zügeln

Immer mehr Behörden und Poltiker wollen weltweit den Handel mit Kryptowährungen zunehmend eindämmen. In Südkorea wird beispielsweise ein komplettes Verbot des Handels mit Digitalwährungen in Erwägung gezogen. Und auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisierte die enormen Kursschwankungen als „Wettspiele“ mit hohem Risiko für Bankkunden. Für Unsicherheit unter Investoren in diesem Bereich sorgten zuletzt aber auch die jüngsten Hacker-Angriffe. So gelang es in der letzten Woche Dieben, bei einer japanischen Kryptobörse Coins im Wert von rund eine halbe Milliarde Dollar zu erbeuten.